Seit dem 1961 abgeschlossenen Anwerbeabkommen sind viele Türk*innen nach Deutschland gekommen, um hier zu arbeiten. Sie wurden damals Gastarbeiter genannt, obwohl sie meist wenig Gastfreundschaft erlebten. Aus dem Weggehen auf Zeit wurde oft der Versuch einer dauerhaften Beheimatung in einer fremden Kultur.
Auch ins westfälische Ruhrgebiet und in die Stadt Ahlen kamen ab den 1960er Jahren Menschen aus der Türkei, um auf der Zeche Westfalen Arbeit zu finden. Sehr viele von ihnen sind auch nach deren Schließung im Jahr 2000 geblieben und gehören heute längst zur Stadtgesellschaft. Aus diesem Grund richtet das Kunstmuseum Ahlen einen vertiefenden Blick auf künstlerische Reflexionen migrantischer Erfahrungen.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Prof. Dr. Burcu Doğramacı und Prof. Dr. Marta Smolińska.
Ein Belgeitprogramm mit Lesungen, Konzerten und besonderen Führungen sowie ein Katalog flankieren die Ausstellung.