Die Wanderausstellung vom Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten macht Station in Bielefeld. Sie thematisiert anhand von Biografien und Dokumenten das Engagement westfälisch-jüdischer Frauen, die sich in der ersten Frauenbewegung regional und überregional einbrachten. Der Zugang zu Bildung und Erwerbstätigkeit, das Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen, aber auch die Kontrolle über den eigenen Körper waren Themen, die die Frauen beschäftigt haben. Jüdinnen waren in dieser Bewegung zahlreich vertreten und dabei einer mehrfachen Diskriminierung ausgesetzt: Als Frau und als Jüdin. Sie waren in und außerhalb von jüdischen Vereinen aktiv und nahmen auch die Rolle der Frau in den jüdischen Gemeinden in den Blick.
In der Wanderausstellung lernen Besucher:innen neun dieser jüdischen Aktivistinnen aus Westfalen kennen, die in künstlerischer Interpretation von Studierenden der Hochschule Bielefeld zum Leben erweckt wurden. Interaktive Stationen laden ein, zu erkunden, was die erste Frauenbewegung mit uns heute zu tun hat!